Seit 2016 verantworte ich als Leiterin der Abteilung Hochbau der Stadt Bamberg die Planung und Umsetzung anspruchsvoller Bau- und Sanierungsprojekte im öffentlichen Bestand. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der denkmalgerechten Sanierung historischer Gebäude innerhalb eines UNESCO-Welterbes. Gemeinsam mit meinem in zahlreichen Themen versierten Team aus Architekten, Ingenieuren, Innenarchitekten, Technikern und Fachrestauratoren entwickeln wir Lösungen, um bedeutende Bauwerke für die Zukunft zu sichern und gleichzeitig ihre historische Substanz zu bewahren. Dazu gehören unter anderem Schulen, Verwaltungsgebäude, Gymnasien, Theater sowie Kirchen, die teilweise statisch gefährdet waren und durch aufwendige Maßnahmen erhalten werden konnten.
Die Umsetzung solcher Projekte erfordert neben architektonischer und technischer Expertise auch ein hohes Maß an Koordination und rechtlicher Sicherheit. Kommunale Bauprojekte bewegen sich im Spannungsfeld komplexer gesetzlicher Vorgaben – von bautechnischen Anforderungen über vergaberechtliche Verfahren bis hin zu privatrechtlichen Fragestellungen. Gleichzeitig müssen häufig unterschiedliche Finanzierungsbausteine aus Bundes- und Landesförderprogrammen, privaten Stiftungen sowie kommunalen Eigenmitteln zusammengeführt werden.
Kommunale Bauaufgaben betreffen das Leben aller Menschen: von Kinderbetreuung, Schulen und Ausbildungsstätten über Arbeitsplätze, Verkehr und öffentliche Räume bis hin zu Gesundheitsversorgung, Nahverkehr sowie Kultur- und Sporteinrichtungen. Auch technische Infrastruktur, Entwässerung, Naturschutz und Städtebau gehören zu diesem breiten Aufgabenfeld. Diese große Spannweite macht die Arbeit im öffentlichen Dienst besonders verantwortungsvoll – und zugleich äußerst vielseitig.
Ein besonderes Anliegen ist mir, junge Architektinnen und Architekten für den öffentlichen Bau zu begeistern. Die Arbeit in der öffentlichen Bauverwaltung bietet nicht nur ein außergewöhnlich breites und gesellschaftlich relevantes Tätigkeitsfeld, sondern auch verlässliche Rahmenbedingungen, sichere Arbeitsplätze und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Vor allem aber gilt: Langeweile gibt es hier nicht.
Mit meiner Kandidatur für die Architektenkammer möchte ich die Perspektive der öffentlichen Bauverwaltung stärker einbringen und mich für qualitätsvolle Planung, praktikable Rahmenbedingungen und eine starke Baukultur einsetzen.